News CVJM Essen
Mitarbeitertagung unter der Jahreslosung
Vom 18. bis 20. September waren 14-16 MitarbeiterInnen des CVJM Essen gemeinsam unterwegs, um Gemeinschaft zu leben, Gottes Wort zu hören, tiefere Einblicke in die Vereinsarbeit zu bekommen und sich auf die Zukunft auszurichten. Umgeben von anderen jungen Gästen fanden wir im Haus Friede in Hattingen eine angenehme Unterkunft mit köstlicher Verpflegung und ansprechenden Räumlichkeiten.
In den letzten Jahrzehnten hat sich ein fester Rhythmus im Ablauf der Mitarbeitertagung gebildet, an dessen Anfang das Lob an unserem Gott und der gemeinsame Austausch steht. Bärbel Brings leitete uns darin an, in Kleingruppen über unseren Alltag und Gottes Wirken darin in den Austausch zu kommen und im anschließenden Lobpreis nicht zu vergessen, dass Gott unser Leben lenkt und begleitet.
Während der Bibelarbeit von Gabi Pack zum Buch Nehemia am nächsten Vormittag wurden wir in die einzelnen Schritte der geistlichen Erneuerung mit hineingenommen. Zu Beginn eines Aufbruchs ins Neue steht die Zeit mit Gott im anhaltenden Gebet. Das schafft Zurüstung und Orientierung für die neuen behutsamen Schritte. Auch zeigt Nehemia uns, dass wir an Stärke gewinnen, wenn wir Verbündete suchen, die uns auf unserem Weg begleiten und unser Anliegen unterstützen. Wir müssen davon ausgehen, dass uns auf neuen Wegen auch immer Widerstände begegnen, denen wir uns stellen dürfen und dabei nicht vergessen, einen Schutzraum für uns und unser Anliegen zu finden. Dies bewahrt uns vor Überforderung und einem zu frühen Abbruch des neuen Vorhabens. Bei allen diesen Wegstationen sollten wir niemals vergessen, dass wir uns als Menschen ans Werk machen, aber Gott es ist, der für uns streitet und Sein Werk sich erfüllt. Am Ende wird die Freude am Herrn nicht nur uns „Kämpfende“ erfüllen, sondern andere Menschen werden an dieser Freude unseren Glauben erkennen.
Am Nachmittag wurden uns von Markus Schubert einige Neuanfänge vorgestellt. Dazu gehört die Zusammenarbeit der jungen Menschen aus der Duisburger Gemeinde, die in den Räumlichkeiten der Hindenburgstraße am Mittwochabend ein offenes Angebot machen, speziell für junge Menschen aus der Ukraine, die sie auch in der Umgebung des Waldthausenparks finden. Es wird gebastelt, geboxt, musiziert, gespielt, gegessen und Gemeinschaft erlebt. Kritische Anfragen aus der Mitarbeiterschaft zur Zukunft und Tragfähigkeit wurden angesprochen und werden durch Gebet, Prüfung und gemeinsames Gespräch im Blick behalten. Auch steht die Gebetsbank für das Sozialwerk kurz vor ihrer Fertigstellung und wird Bewohnern und Mitarbeitern zum Gespräch über und zum Gebet mit Gott einladen. Tom Wittkop, Nina Busch und Janine Kolbe engagieren sich weiter in den offenen Angeboten für alle Altersklassen mit Liedern und guter Atmosphäre im Haus.
Bewegt hat uns auch das Vorhaben des Vorstandes für die Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern, um die Zukunftsarbeit des CVJM Essen zu bewahren, ehrenamtliche Arbeit zu stärken und das Ziel zu erreichen, das wir ein Ort für junge Menschen sind, die ihre Zukunft im Namen von Jesus Christus gestalten möchten und Licht in unserer Stadt sind.
Nach den intensiven Zeiten im Austausch fehlten auch die geselligen Runden nicht. Nach einem rasanten Wettbewerb bei „Jeopardy“ gab es in der „Ruhrpott-Kate“ Umtrunk, Knabbereien und Kartenspiele, bei denen wir ausgiebig Zeit hatten, persönlich mehr voneinander zu erfahren und uns auszutauschen.

Den Abschluss und Ausklang bildete unser Gottesdienst unter dem Kreuz, der uns Mut machte, am Werk zu bleiben, treu und dankbar in der Gegenwart zu leben und die Zukunft in voller Fülle zu erwarten. Durch das Dankgebet von 2022, das aus den Eindrücken im Hörenden Gebet entstand, wurden wir erinnert an Gottes Versprechen für uns Neues zu schaffen, dass ein neuer Trieb im Verborgenen wächst und unser Herr uns mit der nötigen Ausdauer zu Seinem Handeln versorgt. Die Kraft Gottes schmeckten und verinnerlichten wir im gemeinsamen Abendmahl.
Wir erlebten eine stärkende und bewahrte Zeit ganz konkret. So fiel unser ältester Teilnehmer direkt am ersten Tag über eine kleine Stufe. Brüche und Schwellungen gab es keine und die offenen Wunden waren schon am nächsten Tag gut verschlossen. So gehen wir persönlich und als Mitarbeiterschaft des CVJM Essen mutig in die zukünftige Zeit und freuen uns über Neuanfänge, die schon zu sehen sind. Hoffnungsvoll und gewiss erwarten wir mehr und wollen nicht aufhören, im Gebet vor Gott zu treten und ihn zu loben für Seine großen Werke.
Anja Klemp
(03.11.2026)